Quelle: Rundblick Unna vom 02.04.2019

Kreis Unna. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Kreis Unna (MIT) fordert von der Bundesregierung mehr Zeit bei der Umsetzung der Düngeverordnung. „Unsere Landwirte haben noch mit dem erst 2017 reformierten Gesetz zu kämpfen. Die nun geplanten Verschärfungen setzen die Existenz zahlreicher Höfe aufs Spiel“, sagt Frank Murmann, Kreisvorsitzender der MIT. „Vor einer erneuten Verschärfung sollten erst die Ergebnisse des nächsten Nitratberichts abgewartet werden.“

Einen entsprechenden Beschluss hat am Wochenende in Kaiserslautern auch der MIT-Bundesvor-stand in einer gemeinsamen Konferenz mit seinen Kreisvorsitzenden gefasst. Murmann: „Wir erleben derzeit, wie eine ganze Branche pauschal kriminalisiert wird. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind aber keine Umweltverschmutzer oder Tierquäler.“ Für ihn sei klar, dass Grundwasserschutz stets Vorrang haben muss. „Wir sind aber genauso auf einen zukunftsfähigen Ackerbau angewiesen. Dafür müssen unsere Landwirte weiter ihre Pflanzen gezielt mit Nährstoffen versorgen können“, so der MIT-Kreischef weiter.

Die MIT Kreis Unna spricht sich dafür aus, vor einer erneuten Novellierung der Düngeverordnung zwingend die Ergebnisse des nächsten Nitratberichts abzuwarten. „Bis dahin fordern wir ein Moratorium, um die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen belastbar beurteilen zu können. Anschließend muss – abgestimmt zwischen Bund und Ländern – eine Folgenabschätzung ausgehend von fachlich sinnvollen Maßnahmen zur nationalen Umsetzung der EU-Nitrat-Richtlinie für die Landwirtschaft in Deutschland sowie die Tierhaltung erstellt werden“, so die heimische MIT mit Verweis auf den Bundesvorstandsbeschluss.

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