Quelle: EmscherBlog 11.08.2019

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) des Kreises Unna unterstützt die Forderung ihres Bundesvorsitzenden Dr. Carsten Linnemann, Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen in Vorschulklassen auf den normalen Unterricht sprachlich vorzubereiten. Erst danach sollten sie eingeschult werden.

Die MIT ist davon überzeugt, dass Bildung Grundvoraussetzung für Integration ist und Bildung nur dann gelingt, wenn ausreichend deutsche Sprachkenntnisse vorhanden sind. „Seit Jahren stellen Unternehmen fest, dass die Ausbildungsreife bei den Schulabgängern sinkt. Es ist an der Zeit hier gegenzusteuern“, so Frank Murmann, MIT-Kreisvorsitzender. Alle Kinder nun vor Beginn der schulischen Laufbahn auf einen sprachlichen Kenntnisstand zu bringen, eröffne jedem Kind die gleichen Möglichkeiten. Murmann: „Deshalb ist Carsten Linnemanns Vorschlag ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit und führt mitnichten zu Ausgrenzung, wie Kritiker in der aktuellen Diskussion behaupten.“

Die bisherigen Ansätze zu Integration und Sprachausbildung seien alle fehlgeschlagen, stellt Hans-Peter Meidinger, Präsident des deutschen Lehrerverbandes, fest und unterstützt daher ebenfalls Carsten Linnemann in der Sache. MIT-Kreischef Frank Murmann abschließend: „Natürlich sind zur entsprechenden Umsetzung speziell ausgebildete Lehrkräfte nötig, die im vorschulischen Raum im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DAZ) Kinder besonders gut fördern können“. Erziehungswissenschaftliche Konzepte für die Durchführung der Idee seien jedoch vorhanden und müssten nicht neu entwickelt werden. Die MIT im Kreis Unna fordert ein politisches Umdenken und die Umsetzung der Forderung von Linnemann.

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