v.l. Friedhelm Mennicken (Vorsitzender MIT Lünen), Jörn Neumann (Werkleiter STEAG Lünen), Steffen Kanitz (Geschäftsführer BGE), Frank Murmann (Vorsitzender MIT Kreis Unna)

Lünen/Kreis Unna. Auf Einladung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Lünen informierte der Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Steffen Kanitz, über den Stand der Dinge bei der Suche nach einem Standort für die Endlagerung von Atomabfällen. Über 50 Mittelständler aus dem ganzen Kreis Unna waren ins Kraftwerk der STEAG in Lünen an der Moltkestraße gekommen.

Nach der Begrüßung durch den aktuellen Werkleiter Jörn Neumann, wurde in einem kurzen Film die Entwicklung des Kraftwerks von der Gründung 1937 bis zur Trennung vom Netz am 31.12.2018 dargestellt. Anschließend führte der Vorsitzende der MIT Lünen und Organisator der Veranstaltung, Friedhelm Mennicken, in das Thema ein.

Steffen Kanitz beschrieb zu Beginn seines Vortrages die Entstehung der BGE und erläuterte die Vorgehensweise der Gesellschaft. Zuerst wurden zeitliche und sicherheitsrelevante Parameter für die Abfälle fixiert und die geologischen Voraussetzungen aus wissenschaftlicher Sicht festgelegt. Nun werden aufgrund vorliegender Daten verschiedener Institutionen mögliche Regionen identifiziert. Die in Frage kommenden Gebiete werden der Öffentlichkeit im dritten Quartal bekannt gegeben. Im Anschluss beginnt die Erkundung der tatsächlichen Verhältnisse vor Ort mit der Durchführung von Probebohrungen. Der endgültige Standort soll 2031 gefunden sein.

In der anschließenden Diskussion, die der MIT-Kreisvorsitzende Frank Murmann leitete, wurden nicht nur alle Wortmeldungen durch Herrn Kanitz souverän beantwortet, vielmehr ergaben sich auch Fragen zur Zukunft des Kraftwerksstandortes in Lünen. Dr. Michael Dannebohm, Chef der Wirtschaftsförderung im Kreis Unna und unter den Zuhörern, informierte über den „Kohlegipfel“, der am 31.07.19 im Kreishaus Unna stattfand und mit keinem absolut verlässlichen Ergebnis endete. Der Geschäftsführer der STEAG Grundstücksgesellschaft, Dr. Thomas Becker, sagte, dass die STEAG das Gelände an der Moltkestraße nicht zwingend an den Meistbietenden verkaufen werde. Man werde sehr wohl darauf schauen, wie der neue Besitzer die Fläche entwickeln wolle.

Friedhelm Mennicken zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz, sowie Qualität von Vortrag und Diskussion und freute sich abschließend: „Eine der letzten Veranstaltungen in einem so beeindruckenden Gebäude organisieren zu dürfen, macht mich schon ein wenig stolz.“

 

Bildunterschrift: v.l. Friedhelm Mennicken, Jörn Neumann, Steffen Kanitz, Frank Murmann

(Foto: Annette Adams – zur Verwendung freigegeben)

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